| NUKLEARMEDIZIN - Allgemeine Informationen | ||
| Prinzip: Medikamente
bzw. körpereigene Substanzen werden mit leicht radioaktiven Isotopen
markiert. (Med+Isotop= Tracer) Nach Einbringen des Tracers in den Körper (zumeist einfache Injektion in die Vene) wird mit einer speziellen Kamera (Gammakamera) dessen Verteilung in den Organen sichtbar gemacht und über einen längeren Zeitraum verfolgt. (trace = verfolgen). Nuklearmedizinische Aufnahme = Szintigramm = Scan Die resultierenden Bilder sind häufig nicht so scharf wie Bilder von Röntgenuntersuchungen, geben aber exclusiv wesentliche Informationen über Stoffwechselverhältnisse und ermöglichen auch Ganzkörperuntersuchungen. Zur Erzielung einer optimalen Bildqualität gleitet die Kamera knapp über die Körperoberfläche ohne Sie jemals zu berühren. Die Auswertung der Bilddaten erfolgt an hochmodernen Computerarbeitsplätzen. Abhängig vom untersuchten Organ werden teils auch Tomografien zur Gewinnung eines dreidimensionalen Befundes wie im CT oder MR erzeugt. Alle Untersuchungen werden elektronisch archiviert. Die Strahlenbelastung ist zumeist geringer als bei Aufnahmen mit Röntgenstrahlen (Computertomografie, Durchleuchtung, Röntgenfilme), keine Gefahr der Röntgenkontrastmittelallergie. Bei den meisten Untersuchungen kann durch reichliches Trinken und häufiges Entleeren der Blase die Strahlenbelastung weiter gesenkt werden. Einige Szintigramme und Therapien, speziell das Schilddrüsenszintigramm müssen immer vor einer geplanten Röntgenkontrast-mitteluntersuchung (zb. Angiografie, Niere oder Galleröntgen), thyreostatischen Therapie, Sedacorone- oder Lithiumtherapie durchgeführt werden. Patienten müssen nur bei einer Thalliumszintigrafie nüchtern
sein. (und bei den zur Zeit mit der GKK nicht abrechenbaren Untersuchungen:
Magenentleerung, Hepatobiliäre Sequenzszintigrafie, Blutungsquellensuche) |